Als Liedermacher habe ich von Anfang an meine Fortschritte an der Gitarre mit dem Schreiben eigener Lieder in Einklang gebracht und verbunden. Es ging schnell von der Hand und machte auch großen Spaß, die Themen der Zeit zu vertonen. Nebenbei schulte ich so auch meine Stimme.

Anfangs spielte ich an Lagerfeuern. Aber alsbald suchte ich dann auch schon die Bühne, um meine Lieder vorzustellen. Glücklicherweise gab es  Anfang der 90er Jahre einen Künstler in unserer Stadt, der Leuten wie mir die Bretter der Welt zur Verfügung stellte: Olaf Böhme, ein Kabarettist aus Dresden, rief die FKK-Party ins Leben. Die fand weder am Elbufer noch nur für Nudisten, sondern im „Theater 50“ und leider im Fummel statt. ,) 

Diese Show war so erfolgreich, dass sie über Jahre hinweg lief. Ihre Bühnen  wechselten, wurden immer größer und sie fand u.a. auch im Theater der jungen Generationen statt. Immer wieder war ich mit dabei und sammelte meine Erfahrungen. In dieser Zeit nahm ich auch an diversen Veranstaltungen und Wettbewerben teil. 

Mit Mario Thiel, der recht orientiert wusste, was er wollte, kam es unter "M&M und 1000 Fragen" zu einem gemeinsamen Programm. Mario las seine lustigen Geschichten und ich sang meine "betroffenen" Lieder. Man hätte es auch als "Wechselbad der Gefühle" bezeichnen können. 

Irgendwann hatte ich dann auch meine Ausbildung zum Hochbautechniker beendet und eine Stelle aus Bauleiter begonnen. Helge Schneider stimmte Deutschland auf das Katzenklo ein und ich machte eine Pause als Liedermacher. Der Mr. Campfire übernahm immer mehr und hielt mich bei der Musik. 

Erst um 2007 entdeckte ich wieder die Lust in mir, eigene Lieder zu schreiben und mit "Alles hat seine Zeit ", schrieb ich die passende Ballade, die sehr viele Menschen ansprach. Und so kam auch der Michael Pritzke wieder zu den Leuten, meist in Begleitung von Mr. Campfire. 

Meine Lieder sind nachdenklich und vielleicht auch melancholisch, aber immer mit Licht, am Ende des Tunnels/Liedes. 

Seit Jahren stoße ich auf große Resonanz bei meinen Zuhörern, auch wenn zur Verwunderung vieler die große Karriere bisher ausgeblieben ist. Ich konnte in den vergangenen Jahren, gerade auch durch meinen Plattenvertrag lernen, dass wir in einer Bananenrepublik leben, auch wenn bei uns nur Gurken wachsen. Um im Radio gespielt zu werden, muss man immer über ein großes Label gefördert werden oder in einer dämlichen Fernsehsendung auftreten, wie es scheint. Klar gibt es auch Blitzkarrieren über das Internet, aber hier brauchst Du eine große Masse an Menschen, die alle zur selben Zeit, dieselben "sozialen" Netzwerke bedienen und das  trifft wiederum eher auf ziemlich junge Menschen zu. 

Wie auch immer, ich bleibe gerne an der Basis, direkt auf der ehrlichsten Bühne der Welt, auf der Straße und bei Euch! 

Wir geben uns die Kraft und das ist einfach nur wahrhaftig!


Mein neuestes Lied, wenige Wochen alt: Alle sind die Guten


Alles hat seine Zeit


Ich mache meinen Frieden


Wir können zaubern


Guten Morgen Hamburg